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Gemeinsam nehmen Süd- und Nordtirol die Aufwertung der Timmelsjoch Hochalpenstraße in Angriff. In Zukunft sollen alle straßenbaulichen Maßnahmen möglichst ökologisch umgesetzt und der Straße ihre ursprünglich harmonische Einbindung in die Natur zurückgegeben werden. Zusätzlich wird das EU-Interreg-Projekt „Erlebnisstraße Timmelsjoch“ verwirklicht.
Die Timmelsjoch Hochalpenstraße wurde auf Südtiroler Seite in den 60er Jahren auf Grundlage einer alten Militärstraße gebaut und genau vor 40 Jahren ihrer Bestimmung übergeben. Diese einzigartigen Alpenstraßen können nur mit großem finanziellen Aufwand und ständigen baulichen Eingriffen in Stand gehalten werden. Im Jahr 2006 hat die Südtiroler Landesregierung beschlossen, auf der Südtiroler Seite der Timmelsjochstraße eine Maut einzuheben. Dies wurde durch die Timmelsjoch Hochalpenstraßen AG übernommen, die auf Nordtiroler Seite für die Straße verantwortlich zeichnet.
„Die Timmelsjoch Erfahrung“
Parallel zu den straßenbaulichen und sicherheitstechnischen Anstrengungen haben die Gemeinde Moos im Passeier und die Timmelsjoch Hochalpenstraßen AG gemeinsam mit Dr. Arch. Werner Tscholl ein Konzept zur Musealisierung der Straße entwickelt.
„An strategisch gewählten Haltepunkten auf Süd- und Nordtiroler Seite werden fünf Stationen errichtet. Diese sollen den Reisenden über die vielfältige Natur, Geschichte, Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft der Region informieren und so seinen Horizont erweitern“, erklärt Dr. Maria Gufler, Gemeinderätin in Moos im Passeier und Initiatorin des Erlebnisstraßenprojektes, das auf den Namen „Die Timmelsjoch Erfahrung“ getauft wurde.
www.timmelsjoch.it
Leistungen der Fa. Tourismusmanagement Group:
Koordination und Umsetzungsbegleitung des Projektes
Auftraggeber:
Gemeinde Moos in Passeier
Leistungszeitraum:
September 2008 - Juni 2011
„Die Timmelsjoch Erfahrung“ – Stationen
- „Granat“, Moos im Passeier

(Fertigstellung September 2009)
Der Granat auf dem Felshang über Moos mit spektakulären Ausblick, ist in seiner architektonischen Umsetzung der geologischen Steinformationen des Passeiertals nachempfunden.
- „Fernrohr“, Scheibkopf

(Fertigstellung 2010)
Der Parkplatz Nr. 13 bietet einen schönen geräumigen Platz mit einer
180 Grad Aussicht, die durch ein „Fernrohr“ fokussiert wird.
- „Passmuseum“, Timmelsjoch

(Fertigstellung September 2009)
Den grenzüberschreitenden Charakter des Projektes unterstreicht das Passmuseum, in dem die Geschichte des Straßenbaus aufgearbeitet wird.
- „Schmuggler“, Timmelsbachbrücke

(Fertigstellung 2010)
Dort, wo die Straße den Urweg von Zwieselstein nach Moos im Passeier kreuzt, ensteht ein begehbarer Würfel. Er entführt in die jahrhunderte alte Tradition des Schmuggels über das Timmelsjoch.
- „Steg“, Hochgurgl

(Fertigstellung 2011)
An der Mautstation Hochgurgl eröffnet ein Steg neue Ausblicke und informiert über das Naturdenkmal Obergurgler Zirbenwald.
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